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Das Handwerk

Inhaltsübersicht Patscherkofel und Igls

  • Panoramakarte Gipfellift und schöne Aussichten
  • Patscherkofel und Igls Werbeprospekte von einst
  • Ansichtskarten
  • 85 Jahre Patscherkofelbahn : 1928 - 2013
  • Patscherkofel Ausflug 1964
  • Patscherkofel Skiausflug 1944
  • Lawinenunglück 1931

 

 


Patscherkofel - Panorama

 

Dieses traumhafte Panoramabild zieht sich über die stolze Länge von 4 DinA4 Seiten, somit war es unmöglich, eine zusammenhängende Möglichkeit der Darstellung zu finden. Der alte Faltprospekt wurde im Fotoshop generalüberholt, die vielen Falten, Flecken und die vollkommen entfärbten Kanten an den Legeknicken erzählten von häufiger Betrachtung des alten Papieres und so war es einfach nicht präsentabel.

Der auf dem Bild zu sehende Einersessellift zum Kofel-Gipfel existiert nicht mehr. Im Herbst 2013 wurden die Stützen abgebaut. Wer die traumhafte Rundumsicht vom Gipfel genießen möchte, muss sich nun wieder wie einst zu Fuß bemühen.


Patscherkofel - Werbeprospekte von einst

Farbige Illustration der 1930er Jahre
Werbesprospekt Igls Sommer, ca. 1951/52
Igls /Patscherkofel PLan
Prospekt Innenteil
Werbeprospekt Igls Winter
Patscherkofelbahn Werbung der 1930er Jahre
Fahrplan und Preise der Patscherkofelbahn 1930er Jahre
Bergbahn-, Straßen- und Eisenbahnkarte
Aus Werbeprospekt Patscherkofel 1957: Panorama»gemälde« mit Bezeichnungen der Berggipfel
Aus Werbeprospekt Patscherkofel 1957: Ein Skifahrer auf dem Weg Richtung Glungezer, das Berghotel mit Terrasse und die Gondel
Aus Werbeprospekt Patscherkofel 1957: Das Schutzhaus, die Glungezerhütte und der alte ESL, der später durch den Ochsalm-Schlepplift ersetzt wurde
Patscherkofel Fahrkarte 1958
Allerlei Abfahrtsmöglichkeiten. Das Prospekt stammt von ca. Ende der 1980er Jahre, einiges hat sich inzwischen geändert...
Die roten Gondeln auf Prospekt-Vorder-und Rückseite
Das Gondelmodell ist sehr symphatisch: es sieht nämlich nicht aus wie ein aufgehängter Bus
"...bietet dem Schiläufer alles, was er sich nur wünschen kann..."
"...unvergleichlich großartige Fernsicht in alle Richtungen..." Jo!
 
 
    Hier finden Sie Informationen zu Urlaub in Igls heute.   Klicken Sie auf ein Bild für eine vergrößerte Darstellung.

85 Jahre Patscherkofelbahn

 

Ein Mosaik aus Bergbahngeschichte und Erinnerungen von Kofel-Gästen der 1960er und 1970er Jahre

 

Bereits vor dem ersten Weltkrieg hatte man mehrmals über die Errichtung einer Seilschwebebahn von Igls auf den Innsbrucker Hausberg nachgedacht. Der erste Weltkrieg verhinderte die Umsetzung solcher Pläne, Mitte der 1920er Jahre jedoch konnte endlich die Gründung  der »Patscherkofel-Drahtseilbahn-AG« erfolgen. Der erste Spatenstich erfolgte am 15. Mai 1927, am 31. Jänner 1928 veröffentlichte das Bundesministerium für Handel und Verkehr eine für uns heute in der Formulierung witzig klingende Kundmachung, betreffend die »Erteilung der Konzession für eine mit elektrischer Kraft zu betreibende, als Seilschwebebahn auszuführende Kleinbahn von Igls - Seilschwebebahn über Heiligwasser auf den Patscherkofel.«
Am 14. April 1928 konnte die Patscherkofelbahn mit einer großen Feier eröffnet werden, zum ersten Mal schwebten nun die hier auf vielen Ansichtskarten und Prospekten gezeigten Kabinen gen Bergstation. Bei den Gondeln handelte es sich um Standard-Bleichert-Kabinen: Laufwerk, Gehänge und Rahmen der Wagen waren aus Stahlblech gefertigt, das Eisengerüst war mit Holz verkleidet, welches in Grundfarbe »creme« mit braunroten Fensterahmen gestaltet war.

 

Diese Farbgestaltung hatte leider Nachteile: Seilfettrückstände auf der hellen Farbe ließen die Kabinen schnell matt und unansehnlich werden. Zeitnah zum Bau der Patscherkofelbahn liefen die Arbeiten an der im gleichen Jahr zu eröffnenden Nordkettenbahn, deren Betreiber gleichartige Kabinen der Firma Bleichert in gleicher Farbgestaltung längst bestellt hatten. Der Anblick der verschmutzten Wagen muss sie wohl erschreckt haben, änderten sie doch eiligst ihre Bestellung und orderten für die Nordkette Kabinen in dunklem olivgrün mit naturfarben gebeizten Fensterrahmen.

Die Gondelwelt war also wesentlich bunter, als die vielen alten schwarz-weiß-Aufnahmen ahnen lassen, das Auffinden auch nur eines einzigen farbigen Bildes der Patscherkofelbahn in den 1930er Jahren dauerte ein halbes Jahr, und bei dem Fundstück handelt es sich um einen winzigen 5cm hohen  Kühlschrankmagneten mit einem Prospektmotiv in holländischer Sprache, der von einem Del-Campe-Anbieter aus Istanbul feilgeboten wurde;-)

 


 

Diese ersten Gondeln transportierten die Winter- und Sommergäste bis nach dem zweiten Weltkrieg, als der Fremdenverkehr wieder zunahm, wurden einige kleine Umbauten vorgenommen, doch die ständig steigende Gästezahl verlangte mehr, 1962 wurde ein Großumbau begonnen: es erfolgten weitere technische Verbesserungen sowie die Umstellung auf einen Betrieb mit nun 4 Gondeln.

Eine Seilbahn allein genügte jedoch längst nicht mehr, die Menge der Skifahrer wuchs ebenso kontinuierlich wie deren Ansprüche, zuvorderst das Bedürfnis nach bequemeren Aufstiegsmöglichkeiten mittels weiterer Liftanlagen.
Bereits im Prospekt von 1951 zeigt der Ortsplan drei weitere Skilifte; es dürfte sich um zwei Übungslifte im unteren Bereich sowie den "großen" Einersessellift handeln, der rechts neben der Bergstation der Seilbahn seinen Endpunkt hatte. Diese Art Skilifte der Endvierziger bis Anfang 1950er Jahre Periode scheinen recht skurrile Anlagen gewesen zu sein, noch etwas unausgegoren, sozusagen im Entwicklungsstadium befindlich, hatten sie gewisse Tücken und verlangten von ihren Benutzern einen erhöhten Grad an Aufmerksamkeit. Die folgende Schilderung ist einem Fahrgast aus Telfs zu verdanken, der als Kind jenen ESL noch erleben konnte:
»Meine Eltern hatten mir als Knirps vor der ersten Fahrt am Patscherkofel dringlich eingeschärft, unbedingt die Skispitzen immer hoch oben zu halten. Als bei einer Fahrt vor mir dann zuerst eine kleine Pulverschneewolke aufstieg, der Sessel plötzlich »durchsichtig« war und ich direkt über den Rücken eines Gastes schwebte, welcher kopfüber im Schnee steckte, wusste ich, dass der Hinweis meiner Eltern sehr nützlich war. Die Sessel hatten damals noch keine Sicherheitsketten geschweige denn Schließbügel und Fußrasten. Bei erhöhter Schneelage musste die Trasse ausgeschaufelt werden, weil die Seilhöhe viel zu niedrig war. Dadurch bestand immer die Gefahr, dass die herunterhängenden Skispitzen steckenblieben und die Gäste sich so selbst aus den Sesseln katapultieren.«

Der Herr, der diese Begebenheit und die Gründe dafür so treffend beschreibt, baut übrigens heute Modell-Lifte. Gerade solche der hier beschriebenen Art scheinen seine besonderen Lieblinge zu sein, sind ihre Bauweise und Funktion doch um ein vielfaches charmanter und filigraner gewesen als die klotzigen Liftstützen und überall gleichen Systeme heutiger Tage.

 

Unsere Mama legt einen Pistenraupen-Stunt hin

Der witzige Sessellift musste später einem moderneren Schlepplift weichen: Der sogenannte »Ochsalm-Schlepplift« wurde errichtet, mit dem für uns eine recht besondere Erinnerung verknüpft ist. Gegen Ende eines Skitages am Patschi Mitte der 1970er Jahre waren einige Mitglieder unserer Familien- und Freunde-Gruppe die Letzten, die kurz vor Betriebsschluss auffuhren, nach uns sollte Betriebsschluss sein. Nicht bei jedem Schlepplift-Duo passte die Gewichtsverteilung, meine Mutter und meine kleine Schwester, die erst knapp sechs Jahre alt war, kamen ins Straucheln und fielen aus dem Lift. Uns anderen, die wir das Pech beobachteten, rief Mama zu, wir sollten oben Bescheid sagen, sie würden durch den Wald zum Pistenrand gehen. Über die Schulter mehrmals zurückblickend, konnte ich noch sehen, wie sie sich durch den Schnee zu wühlen begannen, meine Schwester ein in den Schneemengen kaum sichtbarer Zwerg.

 

Oben angekommen, informierte unser aufgeregter Großvater Leute an der Bergstation, eine Pistenraupe sollte die Verlorenen aufsammeln. So besorgt und dadurch etwas kopflos, wie er in dem Moment war, bestieg auch der Großvater die Raupe, was dann bei Auffinden der beiden am Pistenrand Angekommenen ein Problem verursachte: Es war Platz für den Fahrer, den Opa und meine kleine Schwester, aber nicht für Mama...kurzerhand schlug der Raupenmann vor, Mama solle ganz einfach hinten mitfahren, woraufhin sie das Gefährt erkletterte und dann hinter dem Führerhaus in Stellung ging, sich an irgendwas daran festklammernd. Die Fahrt ging los, teilweise erklomm die Raupe recht steile Passagen, und Mama klebte hinten drauf. Ohne weitere Vorfälle wurde die Bergstation erreicht, wo der restliche Hamburger Clan wartete. Opa ging es gar nicht gut, der hatte nämlich schreckliche Angst um seine Tochter gehabt. Mama ging es gut - Jahre später erzählte sie mir auf meine Frage nach der Geschichte: »Angst - nö. Das war super spannend und aufregend, wär ich runtergefallen, wär ich ja nach hinten gerutscht, die Raupe war ja mit Metall verkleidet, ich wär bestimmt nicht irgendwo drunter geraten, wenn ich gestürzt wäre. Eigentlich war das ganz toll, wie ein Stunt beim Film - schade, dass es niemand filmen konnte«

 

Abfahrt vom Gipfel - die Hamburger zwangsweise im wilden Gelände und der Schneetänzer

Eines Tages wollten wir endlich auch einmal die Abfahrt vom Gipfel nehmen, man hatte uns öfter davon erzählt, meinte, diejenigen von uns, die schon etwas länger skifahren, könnten das lässig packen. Das die Abfahrt nicht so ganz einfach sein sollte, hatten wir gehört, aber auch, das es gar nicht so schlimm sei. So bestiegen also diejenigen von uns, die schon mehrere Jahre Ski fuhren, den 1961 erbauten Einersessellift zum Gipfel - ich war natürlich dabei. Es muss 1976 gewesen sein, das Jahr, in dem Franz Klammer im butterblumengelben Ganzkörperkondom am Kofel olympisches Gold holte und ich mir von einer Einheimischen anhören musste, dass ich sowieso nie richtig skifahren können würde und Deutsche ohnehin alle schlechte Skifahrer seien, die nix gewinnen, das Titelblatt einer Zeitschrift mit Klammer auf dem Titelbild hielt sie mir dabei vor die Nase. Gegenargumente fielen mir nicht ein, das Rosi Mittermaier - Deutsche! - auch sehr erfolgreich war, hatte ich in meiner Verärgerung gar nicht auf dem Schirm. Der Gipfel des Kofel, das musste jetzt sein, das wollen wir doch mal sehen!
Wir kamen oben an und die Erwachsenen beratschlagten, irgend etwas schien nicht richtig zu sein. Alle starrten die Abfahrt hinunter, ich meine sie begutachteten das, was eigentlich eine Abfahrt sein sollte. Da war keine, es waren Stellen von Eisplatten, kahle Stellen, aus denen Felsen herausguckten, und einige Reste, die so ähnlich wie Schnee aussahen...Der wirkliche, richtige und schöne Schnee lag überall hingepustet neben der Piste, in Mengen. Der Familienrat beschloss, den Versuch zu wagen und im Gelände neben der Piste »abzufahren«. Ich fuhr also mitten hinein in den fast unberührten Schnee, viele waren da oben nicht vor uns gewesen, und merkte schnell, das hier war eine ganz andere Angelegenheit. Der erste Sturz erfolgte in Bälde, und auch die Familie purzelte überall herum. Es ging also fahren-plumpsen-aufstehen-fahren-plumpsen-aufstehen in einem fort. Es war schwer, aber es war toll, das stob und glitzerte schön, skifahren jedoch konnte man DAS nicht nennen...

Nach meinem xten Sturz blieb ich einem Moment erschöpft im Pulverschnee sitzen und sah mich nach den anderen um.
Und da kam ER von oben. Ein Mann, schlank und gewandt, schnell. Er hupfte und sprang durch den Schnee, er tänzelte mit einer Leichtigkeit den Hang herunter, Bewegungen von kraftvoller Geschmeidigkeit, staunend verfolgte ich das elegante Wunder mit meinen Blicken, heute wüsste ich den passenden Namen für ihn: der Schneetänzer. Schnell war er vorbei, er bemerkte mich nicht einmal, vollkommen konzentriert auf seinen Weg. Ein letzter Schwung und Hupf, war er hinter der Kante verschwunden, nur eine irisierende Pulverschneewolke in der Luft erinnerte noch daran, das er tatsächlich da gewesen war.
Wie schöööön ... ich konnte tatsächlich nicht wirklich skifahren...

Irgendwie fanden dann alle wieder am Treffpunkt zusammen, erschöpft und hungrig, eine lachte, hey, das war witzig, wenn man stürzt, fühlt man sich, als würde man gleich in Innsbruck auf die Straße fallen, was für ein verrücktes Gefühl! Alle hatten es geschafft, niemand hatte sich was gebrochen, einige fanden, das war ein Mist, warum sagt am Lift niemand, wie es da oben aussieht?
Ich dachte an den Schneetänzer. Bestimmt wohnte der hier, der konnte immer fahren wann er Lust hat...also kann man das auch nicht vergleichen. Ich beschloss, nicht traurig zu sein, sondern einfach eben so skizufahren, wie ich es halt konnte, und den Anblick von wilden Schneetänzern neidlos zu geniessen.  Zu geniessen - denn der Anblick war ein Genuss, wie es immer ein Genuss ist, Harmonie in der Bewegung und Können vereint zu sehen, und die reine Fahrfreude zu sehen.

 

Empfehlungen und Quellen

 

Eine ungewöhnliche Fotostrecke des winterlichen Patscherkofel findet sich auf der Seite Retro-Futur. Der Seitenbetreiber  hat den Patscherkofel, die Seilbahn und Umgebung im Detail und aus seltenen Perspektiven  auf eine sehr persönliche Art in Bildern festgehalten, mit den Augen eines Kofel-Fans, treffender ausgedrückt: Kofel-Liebhabers.


Im Buch »Stadtflucht 10m/sec« von Roland Kubanda - Innsbruck und die Nordkettenbahn wurden die Informationen zu Hersteller und Farben der ersten Gondeln gefunden. ISBN 3-7065-1890-2

Die Teile der Seilschwebebahn- und Skilift-Geschichte wurden zusammengesetzt aus den Angaben im geschichtlichen Teil der Homepage der Patscherkofelbahnen sowie aus Hinweisen und Erzählungen von Usern der Historienabteilung des Alpinforums.
Einen herzlichen Dank an die User für die hilfreichen Auskünfte.  
Schlusstext - Patscherkofel heute - noch in Arbeit  



Patscherkofel und Igls - Ansichtskarten

Das älteste Patscherkofel-Bild meiner Sammlung: Das Schutzhaus 1918
Rückseite der Karte von 1918
Seilschwebebahn mit Stütze
Patscherkofel mit Stubaier
Talstation Patscherkofelbahn 1929
Talstation Patscherkofelbahn
Patscherkofel Schutzhaus (Much Heiß' Nachf., Innsbruck), Poststempel 19.5.1949
Patscherkofelbahn (Monopol Verlag)
Patscherkofelbahn (Verlag Chizzali)
Aussichts-Menü: Blick vom Berghotel
Patscherkofel Schutzhaus, vor 1945, Preis: 13 Rpf. (Kunstverlag Chizzali)
Hochmahdalm am Patscherkofel, Verlag Chizzali Innsbruck
Berghotel und Schutzhaus, beschriftet 1960, Verlag Monopol
Schutzhaus Patscherkofel, Foto Emil Schneider, Innsbruck
Skiabfahrt vom Patscherkofel, Alpiner Kunstverlag Wilh. Stempfle
So schmal war die spätere »Olympia-Abfahrt« in den 1950er Jahren noch (Foto A.Sickert)
Blick von der Patscherkofelbahn Kopfstation (1970 m) ins Oberinntal, Verlag Chizzali
Luftbild
Der Gipfellift
Igls Multiview - das Liftbild links Mitte stammt nicht vom Patschi, sondern von der Nordkette. Also sowas...
Luftbild
Berghotel, Rückansicht mit Talblick
...Berghotel, Blick ins Inntal mit Wölkchen
Berghotel und Bergstation 1960er Jahre
Igls
Luftbild Sommer
Einersessellift 1950er Jahre
Einersessellift nochmal - Schaukeln verboten! - siehe nächstes Bild :-)
Die Liftstütze mit schicker »Bar-Dancing« Werbung - Igls international
Die Gondel schwebt über Skifahrer auf der Übungswiese
Skifahrer unter der Seilbahn - das Bild dürfte vor 1958 aufgenommen worden sein, da der 50 m hohe stählerne Sendeturm noch nicht zu sehen ist
Patscherkofel Gipfel 2248m © Verlag Chizzali
An der Bergstation des Einersesselliftes
Die Gipfelhuette
Sendeturm - Relaisstation
Bitte die Fahrkarte nicht vergessen! Dieses Exemplar wurde 1958 gelocht
Olympiaabfahrt
Igls Mehrbild-Ansichtskarte
Die Straßenbahn nach Igls
Die knallrote Gondel - 1960er Jahre
Olympia Abfahrt 1964 - ganze Ansicht
Teilstück »Ochsenschlag«
Teilstück »Neue Schneise« (und »Soldat«)
Abfahrtsende, genannt »Velodrome«
 
 
 
 
  Klicken Sie auf ein Bild für eine vergrößerte Darstellung. Text folgt.

Patscherkofel 1964

 

Die erste Fahrt mit der Seilbahn - unsere Großeltern am Patscherkofel.  Sonnenbaden am Schutzhaus, und M. wollte unbedingt mit dem Sessellift fahren, nur so zum probieren, und noch ohne Ski.

 

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Patscherkofel Skiausflug 1944 ...

Fotoalbum 1944
Blick aus der Bahn
Ein Lächeln für den Fotografen vor dem Hintergrund der Nordkette
In Uniform...ob dieser junge Mann das letzte Kriegsjahr überlebte...?
Stärkung mit der Kondensmilchsonderzuteilung ...
Die Ausflügler ...

 

Diese Bilder aus einem alten Fotoalbum habe ich in einem Antiquariat gefunden: Impressionen eines Skiausfluges am Patscherkofel 1944, möglicherweise aus einer Haushaltsauflösung, aus dem Nachlass eines Dahingegangenen, wahrscheinlich wollte niemand das »alte Zeug« behalten.

 

Eine Gruppe junger Männer, der Großteil in Uniform unterwegs, vielleicht auf Fronturlaub, die Gelegenheit nutzend, gemeinsam Skifahren zu gehen, vielleicht mit dem Gedanken im Kopf, wer weiß wie oft noch und ob - überhaupt je wieder?

 

Skifahrers Pause - Kondensmilchsonderzuteilung. Ob sie wohl auch etwas zum Essen dabei hatten? Oder Lebensmittelmarken, einzulösen für eine dünne Suppe?

Vielleicht hat es ihnen gar nichts ausgemacht, Hauptsache skifahren und noch alle Beine und Arme dran? Was sie wohl sagen würden, aus der Perspektive des Jahres und der Umstände 1944, zu Scampi auf der Hütte oder »ich musste 5 Minuten am Lift warten« oder »die Piste war schlecht präpariert« ...

 

Aber natürlich, das kann man ja schließlich nicht vergleichen.


Patscherkofel Lawinenunglück 1931

 

Ein Artikel im Wiener »interessanten Blatt« vom 5.März 1931 beschreibt ein Lawinenunglück am Patscherkofel.


Achtung vor Lawinen!

Das Unglück am Patscherkofel bei Innsbruck.


Bei einem Lawinensturz wurde eine Gruppe von fünf Skifahrern mitgerissen, einer konnte sich retten, die herbeigeeilten Hilfskolonnen bringen bei Schneetreiben den schwerverletzten Wiener Barbach zu Tal: Fräulein Herta Wiedner aus Innsbruck sowie zwei weitere Touristen fanden den Tod. (s.S.4)


Lawinenunglück in Tirol


Am Patscherkofel bei Innsbruck ereignete sich vor kurzem ein schweres Lawinenunglück, wie es dieses Jahr durch die immensen Schneefälle ja leider nicht zu den Seltenheiten gehört. Die Lawine, die gegen Sistrans niederging, erfasste eine Gruppe von fünf Skifahrern, einer konnte sich selbst befreien und verständigte sofort die Rettungsstelle, worauf ausser Touristen und alpinen Hilfsmannschaften auch ein Trupp Gendarmerie zur Unfallstelle abging.

 

Einer, der Wiener Barbach, war von selbst an die Oberfläche der Lawine gekommen und wurde bald mit einem Beinbruch geborgen, von den drei anderen konnten nur zwei als Leichen gefunden werden. Die Toten sind Herta Wiedner aus Innsbruck, die als ausgezeichnete Skifahrerin galt, dann der Kaufmann Chrysant Rainer aus Bitlach und der Wiener Sportlehrer Toni Müller. Den ganzen Tag und die ganzen Nächte wurde bei Fackelbeleuchtung an der Bergung der Verunglückten gearbeitet, mehr als 100 Mann beteiligten sich an den Durchsuchungsarbeiten, die sich aber infolge der Größe und Tiefe der Lawine sehr erschwerten.

 

 


 

Als ich klein war, dachte ich immer, am Patscherkofel gäbe es gar keine Lawinen... der Berg sah doch so rund und freundlich aus, wie eine nette Glatze - von weitem jedenfalls.

 

 


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